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Neues Bauen in Riehen

In den 1920er und 1930er Jahren haben junge Architekten Bauten in Riehen realisiert, deren Qualität einer breiteren Öffentlichkeit lange Zeit unbekannt war und es heute noch teilweise ist. Absicht unseres Kurzführers ist es, die Besonderheiten dieser Vertreter des Neuen Bauens im Bewusstsein weiterer Bevölkerungskreise zu verankern. 

Mit dem Neuen Bauen fand die Eisenskelettbauweise Eingang in die Architektur, welche eine völlig freie Grundrissdisposition ermöglichte. Typologisch dominieren Atelierhäuser für bildende Künstler und Villen für aufgeschlossene Zeitgenossen. Der Kurzführer beginnt mit dem Haus Schmidt-Schröder von Paul Artaria aus dem Jahre 1922. Er zeigt die Entwicklung hin zu leichten, luftigen Architekturen, deren Höhepunkte unbestrittener Massen die Häuser Colnaghi (1927) und Schaeffer (1927/28) von Artaria & Schmidt, das Haus Huber (1928) ebenfalls von Artaria & Schmidt sowie das Haus Senn (1934) von Otto und Walter Senn bilden. Den Ausklang bilden Häuser der Genossenschaft „Rieba“, die Hans Schmidt nach 1946 in vier Etappen entwarf und die im äusseren Erscheinungsbild eine deutlich konservativere Sprache sprechen als seine Bauten der 1920er Jahre. Doch zeigt sich in ihnen die konsequente Weiterführung der Forderung „Bauen für das Existenzminimum“, welche die architektonische Diskussion in und um das Neue Bauen der 1920er und 1930er Jahre wesentlich mitprägte. 


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