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Quartier St. Johann (F)

Unter dem Motto "Baukultur entdecken" lädt der Schweizer Heimatschutz seit drei Jahren Architekturinteressierte ein, sich auf Entdeckungsreise nach architektonischen Juwelen in Tourismusgemeinden zu machen. Attraktiv gestaltete Faltblätter stellen in unterschiedlichen Gemeinden etwa 20 ausgewählte Bauten vor und ordnen sie in einen kulturhistorischen und architektonischen Zusammenhang ein. Bisher ist Baukultur entdecken in Arosa, Mürren, Montreux/Vevey, Wangen, Weinfelden, Biel, Andermatt und für den Canal d’Entreroches erschienen. Der grosse Erfolg zeigt ein reges Interesse an der Architektur.

Anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Heimatschutzes Basel setzen wir diese Reihe fort und eröffnen unser Jubiläumsjahr mit dem Faltblatt "Baukultur entdecken im Quartier St. Johann":

"Grenzüberschreitungen" haben das Gesicht der Stadt Basel durch ihre besondere Lage im Dreiländereck zwischen Frankreich, Deutschlang und der Schweiz geprägt. Stellvertretend für die ganze Stadt gilt dies in besonderem Masse für das St. Johann – Basels traditionelles Arbeiterquartier. Die Nähe der Grenze nach Frankreich, der Zuzug von Arbeiterinnen und Arbeitern aus der in- und ausländischen Nachbarschaft, die Wasserstrasse Rhein und die vor allem nach der Schleifung der Stadtmauer sich ansiedelnde Industrie haben die Entwicklung dieses Quartiers zu einem heterogenen Stadtraum zwischen Wohnbauten und Industriearchitektur mitbestimmt. Während im Oberen St. Johann das bürgerliche Wohnen überwiegt, wird das Untere St. Johann von Arbeiterhäusern und Industrie dominiert. Auch heute ist das St. Johann in Bewegung. Zwischen dem Rheinhafen und der französischen Grenze baut Novartis ihr Forschungszentrum "Novartis Campus", die Voltastrasse wird zum städtischen Boulevard und die Nordtangente, derzeit im Bau, verschwindet in einem Tunnel. Der Bahnhof St. Johann wird ausgebaut und bindet die äusseren Teile des Quartiers näher an die Stadt.

Wir rücken diese Grossbaustellen in den Hintergrund und laden Sie ein, Ihre Aufmerksamkeit der bereits bestehenden Baukultur im St. Johann-Quartier zu schenken und die Grenzüberschreitung zwischen Wohnen und Arbeiten selbst nachzuvollziehen.


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